Fotografieren

There are no translations available.

Madagassen lassen sich meist gerne fotografieren. Zu Erkennen etwa auf meiner Seite mit Kinderfotos. Fragen sollte man aber auf jeden Fall vorher. Da die Leute selten dazu die Gelegenheit bekommen, sind sie selbstverständlich an den Abzügen interessiert und wissen vielleicht schon, dass sie diese von einem Vazaha wohl kostenlos bekommen werden. Für den Fotografen bedeutet dies, dass er sich Notizen machen muss, um die Adressen später den Bildern zuordnen zu können, was etliche Wochen später nicht unbeding einfach ist. Von digitalen Aufnahmen lassen sich spätestens in Antananarvo Ausdrucke auf Fotopapier machen. Wer zu verschenkende Abzüge bereits in Madagascar verschickt, spart insbesondere das nicht unbeträchtliche internationale Luftpostporto für die etwas schwereren Briefe.

Klar ist, dass die Kameratasche in den Tankrucksack kommt, denn sie soll ja jederzeit erreichbar sein. Und viele Halts zum Bildermachen sind vorgesehen.

Hier einige Tipps:

Kamera + Blitz: Sinnvoll ist eine Kamera, die über Aufhellblitztechnik verfügt. Bei kleinen Automatikkameras mit eingebautem Blitz klappt das zwar theoretisch, aber es mangelt an Blitzleistung, die ja schließlich mit der Sonne mithalten können muss. Leider haben preiswerte Digitalkameras meist keinen Blitzschuh für den Anschluss stärkerer externer Blitzgeräte. Blitz ist auf Madagascar zur Aufhellung von Schatten unentbehrlich, insbesondere im Südsommer, wenn die Sonne mittags sehr hoch steht und die Augen bereits im Schatten liegen. Oder bei der Tierfotografie über grössere Abstände im Halbschatten des Waldes.

Objektive: Eine Kamera zumindest mit Zoom oder besser mit Wechselobjektiven passt sich verschiedenen Situationen an. Für Aufnahmen in der Flora wäre ein Makroobjektv nötig, im Falle der Fauna starke Teleobjektive (+400 mm).

Stativ: Sinnvoll für Nah- und Tieraufnahmen.

Filter: Für Landschaftsaufnamen wäre ein Polfilter (zirkular) sinnvoll, damit wird der blaue Himmel dunkler abgebildet und die Wolken betont. Desweiteren kann Dunst eliminiert und Reflexe aufgehoben werden. Leider sind kleinen Digitalkameras nicht für den Gebrauch mit Filtern ausgelegt.

Speicher statt Filme: Nachdem die Digitalfotografie weitgehend die klassische Technik abgelöst hat, braucht man statt Filmen Speicherkarten, die man am besten mitbringt. Deren Inhalt lässt sich in gut ausgestatten Cybercafés auf DVD brennen, sollte mal die Speicherkapazität nicht reichen. Versand per Internet ist umsoweniger realistisch, je grösser die Dateien sind.

Akkus: Lassen sich unterwegs aufladen, Eurostecker passen. Spannung ist 220 V, Unterspannung ist möglich.